Ausgezeichnete Produktinnovation: reffiSchaf gewinnt Regional-Star 2026

Projekt reffiSchaf setzt ein starkes Zeichen für die Zukunft regionaler Lebensmittel: Beim bundesweiten Wettbewerb „Regional-Star 2026“ wurde das Verbundprojekt mit dem 1. Platz in der Kategorie Produktinnovation ausgezeichnet.

Der Deutsche Regionalpreis von Lebensmittel Praxis und Grüner Woche zählt zu den bedeutendsten Auszeichnungen für regionale Lebensmittelkonzepte in Deutschland und würdigt Projekte, Unternehmen und Produkte, die regionale Wertschöpfung sowie die Zusammenarbeit entlang der Lebensmittelkette stärken. Gewonnen hat das Projekt mit einer ebenso ungewöhnlichen wie überzeugenden Idee – einer Bio-Schafbratwurst mit „Mäährwert“, die zeigt, wie sich innovative Produktentwicklung und regionale Rohstoffe sinnvoll verbinden lassen.

Eine unabhängige Fachjury zeichnet innovative Konzepte aus, die regionale Produkte erfolgreich in den Markt bringen und dabei kurze Lieferketten, nachhaltige Strukturen und die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, Verarbeitung und Handel fördern.

Im Rahmen von reffiSchaf entwickeln die Frankenförder Forschungsgesellschaft (FFG) mbH die innovativen Produkte aus regionalem Schaffleisch und die Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg (FÖL) e.V. die dazu passende Wertschöpfungskette in der Metropolregion Berlin-Brandenburg. Ziel ist es, die regionale Schafhaltung wirtschaftlich zu stärken und gleichzeitig den nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln zu fördern. Mit dabei sind auch viele Praxispartner unter anderem das Gut Hirschaue und die Biomanufaktur Havelland.

“Wir nutzen regionales Fleisch älterer Weideschafe für ein innovatives Endprodukt, dass schmeckt, überzeugt und neue Märkte erschließt” so Alina Nietsch, Lebensmitteltechnologin von der FFG. Neben hochwertigen Fleischprodukten entstehen innovative Rezepturen für die Küche und Verarbeitungskonzepte, die eine möglichst vollständige Verwertung des Tieres ermöglichen. Dadurch werden Ressourcen geschont, zusätzliche Wertschöpfung geschaffen und regionale Schäfereien langfristig unterstützt.

Die Ergebnisse des Projekts werden bereits erfolgreich in die Praxis übertragen. So wurde beispielsweise eine Bio-Schafbratwurst mit Mäährwert aus regionalem Weideschaf entwickelt, die unter anderem in der Gemeinschaftsverpflegung eingesetzt und über den Naturkostfachhandel vertrieben wird.

Schäferinnen und Schäfer leisten mit ihren Herden einen wichtigen Beitrag zum Schutz und Erhalt der Deiche, fördern die Biodiversität und sorgen für den Erhalt unserer Kulturlandschaft. Durch die Beweidung fördern Schafe die Artenvielfalt und erhalten wertvolle Offenlandflächen. Gleichzeitig steht die Schafhaltung wirtschaftlich unter Druck. ReffiSchaf setzt genau hier an und verbindet Forschung, Landwirtschaft, Verarbeitung, Handel und Vermarktung zu einer regionalen Wertschöpfungskette mit Zukunft.

“Die Zukunft unserer Lebensmittelversorgung liegt in starken regionalen Strukturen und Wertschöpfungsketten. Regionalität und Bio ergänzen sich hierbei perfekt, weil sie Produkt und Prozessqualität, Nachhaltigkeit und einen echten Mehrwert miteinander verbinden.“ so Peter Schmidt, Projektkoordination (FÖL).

Die Preisverleihung fand am 7. Juli 2026 im Rahmen der Regional-Stars 2026 im Auditorium Friedrichstraße in Berlin statt. Im begleitenden Fachforum „Regionalität im Fokus“ diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Landwirtschaft und Handel über die Zukunft regionaler Lebensmittel. Zu den Rednern gehörte unter anderem Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat Alois Rainer.

Die Bilder sind Eigentum der FÖL (Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin Brandenburg e.V.).

Ausgezeichnete Produktinnovation: reffiSchaf gewinnt Regional-Star 2026